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Bei strahlendem Sonnenschein vor 35.000 Zuschauern und einem Starterfeld zu dem die Werksteams ihre besten Fahrer aus der DTM mitgebracht hatten, fand vergangenen Samstag die 51. ADAC ACAS H&R Cup der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring statt.
Die Mannschaft hatte sich nach dem 9. Platz im 1. Rennen und dem Unfall im 2. Rennen auf Platz 4 liegend viel vorgenommen. Das Qualifying des giftgrünen Dodge Viper Competition Coupe GT3 wurde aber im Adenauer Forst durch einen schweren Schlag jäh beendet, wie Dirk Riebensahm später berichtete. Somit musste auch der letzte Angriff auf eine gute Startposition unterbleiben und das bedeutete einen mittelmäßigen 29. Startplatz. Das Blatt sollte sich an diesem Tag für ein nervenstarkes Team noch zum Guten wenden.
Noch während das Fahrzeug in die Box geschleppt wurde, versuchten die Spezialisten von Mintgen-Motorsport per Ferndiagnose das Problem zu lokalisieren. Die Vermutung zielte auf das Getriebe und 2 Mechaniker wurden sofort losgeschickt, um ein Ersatzgetriebe zu holen.
Sollte das evtl. schon das Aus vor dem eigentlichen Rennstart bedeuten? Die Fehlerdiagnose am Fahrzeug ergab dann eine defekte Hinterachse. In Windeseile machte sich die Mannschaft um Michael Mintgen daran das defekte Teil auszutauschen. Die Zeit schritt unaufhaltsam voran und das Schließen der Boxengasse nahte. Nicht nur das Team, sondern auch die 40 Mitglieder des Viperclub Deutschland, die „Ihre Viper“ natürlich live auf der Rennstrecke erleben wollten, drückten die Daumen. Ein Boxenbesucher: „Hoffentlich schafft ihr das noch, ansonsten wird heute am Nürburgring was fehlen“. Die Techniker gewannen den Kampf gegen die Zeit. In letzter Minute konnte das Dodge Viper Coupe seine Startposition beziehen.
Dirk Riebensahm und Christian Kohlhaas wurden an diesem Tag von Christopher Gerhard unterstützt, der auch mit beiden zusammen das 24h Rennen in 3 Wochen bestreiten möchte. „Die Jungs um Michael Mintgen haben einen super Job gemacht und es hat Spaß gemacht mit dem mir noch aus der Saison 2003 vertrauten Team zu arbeiten" so Christopher Gerhard.
Christian Kohlhaas als Startfahrer musste nun das Feld von hinten aufrollen. Position um Position kämpfte er sich auf Position 17 vor und übergab das Auto an Christopher Gerhard, der wiederum etliche Plätze im direkten Fight mit anderen starken GT´s gut machen konnte. Schlussfahrer Dirk Riebensahm konnte diese Position noch verbessern und den zwischenzeitlich erreichten 7. Platz im Gesamtklassement verteidigen.
Neben der Leistung der Fahrer, die mit der gewählten Abstimmung aber nicht ganz die Rundenzeiten vom 1. Rennen erreichten, war die Boxencrew das Aushängeschild an diesem Tag. Die Boxenstopps mit Nachtanken, Reifenwechsel und einigem mehr in der Präzision von Formel 1 Teams waren eine Augenweide. Dies veranlasste sogar das Audi-R8-Team den 2. Boxenstopp der Viper im Video festzuhalten.
Platz 7 im Gesamtklassement und Platz 4 in der SP9 (FIA-GT3-Klasse), direkt hinter den Werksteams, ein nach den Problemen am Morgen, nicht mehr erwartetes Ergebnis machte das gesamte Team sehr zufrieden. „Für uns war es ein sehr emotionales Wochenende. Wir sind von 29 auf Position 7 gefahren und das bei richtig harter Konkurrenz wie die Audi R8 LMS und die Porsche CupS“ so Christian Kohlhaas. Auch Teameigner Manfred Sattler war voll des Lobes: „Ein wichtiges Rennen und ein toller Erfolg für die ganze Mannschaft, die seit Wochen hart arbeitet. Bei der starken Konkurrenz ist der Erfolg umso wichtiger zu bewerten und motiviert uns alle für das 24h Rennen.“
Bis in drei Wochen wird die Abstimmung des Dodge Competition Coupe GT3 weiter verbessert und die Technik bestens vorbereitet, um beim Saisonhöhepunkt, dem ADAC Zürich 24h Rennen wieder in die Spitze zu fahren. Insbesondere setzt die Mannschaft auf die Zuverlässigkeit des Autos.
Text/ Foto: Christian Reinsch
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