Zweiter Saisonlauf mit Neuerungen

Nach einem Jahr Abwesenheit geht es für die Piloten der STT wieder auf den Hockenheimring. Vor zwei Jahren landete auf der badischen Strecke Pertti Kuismanen mit seiner Chrysler Viper GTS-R einen Doppelsieg. Dieses Jahr ist erneut eine Viper am Start. Pilotiert wird die Rennschlange von Daniel Schrey, der die Jahre zuvor mit verschiedenen Porschefahrzeugen in der STT und im historischen Motorsport unterwegs war.


Auf dem Lausitzring konnte er das Potential des V10 Monsters mit einem Sieg und einem zweiten Platz andeuten. „Da geht noch mehr“, war Schrey nach dem Wochenende überzeugt. Somit dürfte klar sein, wer sich in Hockenheim den Gesamtsieg holen will. Im Gegensatz zum ersten Lauf wird es im Badischen aber nur einen Sieger geben können, denn die STT startet erstmals gemeinsam mit den AvD 100 Meilen. Während des 100 Meilen Rennens müssen die Starter des STT H&R Cup einen 20 minütigen Pflichtboxenstopp absolvieren, dessen Zeitpunkt sie innerhalb eines Zeitfensters selbst wählen können. Abgewinkt wird dann wieder mit den AvD 100 Meilen.

Zuerst ging der Turbo Porsche an Gerhard vorbei, wenig später folgte die Viper. Ganz dicht folgte Schrey dem Führenden, ehe er in Runde sechs überholen konnte. Doch René Snel ließ sich einfach nicht abschütteln. Am Schluss bauten die Reifen an der Viper immer stärker ab, so dass Snel fünf Runden vor Rennende erneut in Führung ging. „Fünf Runden vor Schluss habe ich Daniel ausgebremst. Ich war froh über die schwarz-weiße Flagge, aber das war mein schönster Sieg bisher“, so der glückliche Gesamtsieger.

René Snel (Porsche 996 GT2) dürfte dabei genau wie Schrey den Gesamtsieg nach 60 Minuten anpeilen. Der Niederländer schaffte beim Auftakt den ersten Sieg im GT2 Porsche. Dabei wartet aber ein weiterer ganz schneller Konkurrent. Oliver Mayer wird einen Audi R8 LMS in Hockenheim einsetzen. Vor wenigen Wochen belegte er noch an gleicher Stelle zusammen mit ex-Formel 1 Pilot Sakon Yamamoto den achten Gesamtrang im ADAC GT Masters. Rüdiger Klos (Porsche 996 GT2) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935) werden in der großen STT Klasse die Porschefahnen hochhalten, nachdem Jack Rozendaal (Porsche 996 Turbo) erst ab dem vierten Lauf ins Renngeschehen eingreifen wird.

In der Meisterschaft liegen die „Kleinen“ vorne. Die Fahrzeuge bis 2000 ccm erfreuen sich in der Spezial-Tourenwagen-Trophy zunehmender Beliebtheit. Tabellenführer Joachim Bunkus hat erneut eine gut gefüllte Klasse mit Hajo Chorus (Ford Focus), Sascha Ernst und René Freisberg (beide VW Golf I). Dazu kehren Jochen Thissen und Franz-Josef Fischer mit dem Opel Astra Gsi in die STT zurück.

In den weiteren Tourenwagenklassen sind Pierre Bonhôte (Mitsubishi Evo), Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) und das Duo Sandro Merion / Stephan Bobst (BMW M3 E36) am Start. In der Klasse der Porsche 997 Cup Fahrzeuge greift mit Christian Ott aus Altdorf ein dritter Fahrer in das Meisterschaftsgeschehen der STT ein. Mit dem Tabellendritten Christopher Gerhard und Ulrich Becker hat er zwei starke Konkurrenten in der neuen Klasse.

Nach seinem Unfall ist der V8 STAR von Sven Fisch leider noch nicht ganz soweit um auf dem Hockenheimring zu starten. Der rote V8 Brummer wird aber im Juli auf der Heimstrecke des Stuttgarters zurückerwartet.

Zeitplan der AvD 100 Meilen+STT:

Samstag, 20.06.
19.25 – 19.50 Uhr: Freies Training

Sonntag, 21.06.
09.00 – 09.25 Uhr: Zeittraining
14.40 – 16.00 Uhr: Rennen

Patrick Holzer